Frank Albers (geboren 1952 in Bremen) ist ein Drehbuchautor, Regisseur und Fernsehproduzent. Für Hallo Spencer schrieb er zusammen mit dem Komponisten Matthias Felsch Lieder für die 1979er Pilotstaffel und 1980er Dorfstaffel, sowie die Drehbücher zu den Folgen Spencer ist heiser (012) und Silvester (015). Er führte außerdem Regie bei dem neunteiligen Ferienmagazin Achterbahn und war ein Mitarbeiter der Videomobil GmbH.
Zuletzt leitete Albers die Konzept-Entwicklungsabteilung von Talpa Germany in Hamburg (zuvor Schwartzkopff TV), wo er erfolgreiche ausländische TV-Formate einkaufte, um sie für den deutschen Markt zu adaptieren. Als „Head of Development“ war er maßgeblich an der Kreation und Umsetzung neuer Fernsehformate beteiligt.1)
Es [ist] elementar, sich für Menschen zu interessieren. Der Alltag liefert viel Stoff. Und eine grundsätzliche Kreativität beziehungsweise ein Ideenreichtum ist substantiell. Viel lesen, viel beobachten, viel sehen, auch TV und am besten alles mitnehmen.
(Frank Albers, 20162))
In den 1970er Jahren studierte Albers Publizistik in Münster, wo er seinen Kommilitonen und zwischenzeitlichen Mitbewohner Winfried Debertin kennenlernte. Albers schrieb zu dieser Zeit erste Drehbücher und war ein Mitglied der Band Avenue, zu der auch der Musiker Matthias Felsch gehörte. Als Aufträge für Fernseharbeiten zunahmen, brach er sein Studium ab.3) Seit Anfang der 1990er Jahre war er für das Privatfernsehen tätig, zunächst als Fernsehregisseur bei SAT.1 und schließlich bei der Produktionsfirma Schwartzkopff TV, die sich auf die Herstellung von TV-Shows konzentrierte und 2015 von Talpa Media übernommen wurde.4)
Bereits 1977 wirkte Albers an den ersten Proben und Testaufnahmen früher Pilotfilme mit, die im Figurentheater von Lothar Klose und Martina Bernsdorf entstanden. Mit "Das Wetter wechselt immerzu" schrieben Felsch und Albers 1978 den ersten Quietschbeusong, der schließlich ein Jahr später für Folge 2: "Jahreszeiten" unter der Regie von Peter Podehl aufgezeichnet wurde.
Winfried Debertin, inzwischen Redakteur des NDR, konnte das Münsteraner Duo für die Produktion der ersten Staffel von „Hallo Spencer“ im Landesfunkhaus Hannover gewinnen. Albers‘ 1979 fertiggestelltes Drehbuch „Die Silvesterfeier“, ursprünglich vorgesehen für eine Erstausstrahlung am 31. Dezember 1979, wurde jedoch letztendlich von der Redaktion abgelehnt, nachdem bereits einzelne Szenen produziert worden waren. Stark überarbeitet wurde das Buch schließlich im darauffolgenden Produktionsjahr als Folge 15: "Silvester" verfilmt. Das von Albers im August 1980 fertiggestellte Drehbuch „Spencers Leuchtschrift“5), sowie die letztendlich ebenfalls von der Redaktion abgelehnte Szenenfolge „Eine rekordträchtige Sendung“ wurden nicht produziert, dafür aber das von ihm geschriebene Buch zu Spencer ist heiser (012). Die Regie teilten sich Podehl und Armin Maiwald.
1983 übernahm Frank Albers zusammen mit Winfried Debertin die Regie für das Spin-Off Achterbahn, für welches er auch Texte beisteuerte. Als Mitarbeiter der Produktionsfirma Videomobil war er zuvor bereits außerdem an den Dreharbeiten zu Spencers Ferientipps beteiligt, sowie im Jahr 1984 an der Produktion der ersten Max-und-Molly-Staffel. Ob Albers später auch an der 1987er Max-und-Molly-Staffel mitwirkte, ist unbestätigt.
Als Mitarbeiter der Videomobil war Albers im Auftrag des NDR auch an der Produktion von deutschem Eigenmaterial für die Sesamstraße beteiligt. Auch hier arbeitete er eng mit Debertin und u.a. mit Gudrun Hermenau zusammen. Im Dezember 1983 produzierten sie beispielsweise Material für neue Vorspänne, welches schließlich von 1984 bis Mitte der 1990er Jahre in der „Sesamstraße“ verwendet wurde.