Quietschbeukeller
Die Show-Deko (später besser bekannt als Quietschbeukeller1), auch „Quietschbeuschuppen“ genannt) ist der hintere Teil von Spencers Studiokomplex, in welchem die Band der Quietschbeus ihre Musikauftritte für Hallo Spencer probt, ihre Lieder schreibt, aufnimmt und präsentiert.
Das Zuhause der „Beugroup“ kann zum einen von außen aus Richtung des Eisenbahnwagens erreicht werden (seit 1986 durch eine Metalltür) und zum anderen direkt durch Spencers Studio (durch den silbernen Glitzervorhang).
Lagetechnische Einordnung
Der Gebäudekomplex des Studios samt der Show-Deko ist im Verhältnis zu anderen Bauten und Behausungen des Dorfes relativ groß. Er befindet sich zwischen der gartenähnlichen Umgebung vor dem Traumexpress und der viel bewachsenen Gegend links vom Pilzhaus. Von außen wird oft nur der Haupteingangsbereich nahe dem Pilz gezeigt, hier ist es meist sehr schattig und es gibt eine Außenbeleuchtung. Heller ist es am anderen äußeren Ende des Gebäudes, hier befindet sich ein großes Fenster (das einzige) und ein Hinterausgang durch die erwähnte Metalltür.
Einrichtung, Ausrüstung und Funktionen
In den ersten Staffeln handelt es sich beim Proberaum der Dorfband tatsächlich nur um eine aufgebaute Show-Kulisse, in welcher sie zunächst ihre Songs präsentieren.2) Bereits seit der zweiten Staffel werden auch Einblicke in die Arbeitsprozesse der Musikgruppe gezeigt, wie zB. in der Folge Einsamkeit (014), in welcher die Deko zum ersten Mal zu einem tragenden Handlungsort wird. Erst mit der 1986er Dorfstaffel wurde die Behausung der Quietschbeus als ein sehr viel konkreter dargestellter, kellerartiger und sehr geräumiger Studioanbau vorgestellt. Es wurde seitdem mehr auf das Ambiente eines kreativen Probenraumes gesetzt, auch wenn für die Auftritte selbst weiterhin verschiedene Show-Kulissen und -Elemente bei Bedarf im Quietschbeukeller aufgebaut wurden.
In der Show-Deko sowie im späteren „Quietschbeuschuppen“ sind standardmäßig ein Schlagzeug, mehrere Gitarren, Keyboards, Verstärker, Lautsprecherboxen und weitere technische Ausrüstung zu finden. An den Wänden wurden in späteren Staffeln vereinzelt auch weitere Musikinstrumente aufgehängt. Die Wände der Kellerkulisse selbst bestehen aus weißen bzw. weiß angestrichenen Mauersteinen, außerdem sind einige Rohre zu erkennen, die an den Wänden befestigt sind, sowie Heizkörper. Weitere Inneneinrichtungen (Bad, Toilette, usw.) sind in späteren Folgen ebenfalls zu sehen.
Dass Karl-Heinz, Karl-Gustav und Karl-Otto hier auch tatsächlich wohnen und schlafen, wird beispielsweise in mehreren Folgen der 1989er Dorfstaffel gezeigt.3)
Entwicklung der ursprünglichen Show-Deko
Die Show-Deko bekam zwischen 1979 und 1985 wechselnde Designs verpasst, die dem Zeitgeist von Musiksendungen des zeitgenössischen Unterhaltungsfernsehens nachempfunden waren. Die erste Showkulisse, in der die Quietschbeus in der zweiten Folge der Pilotstaffel ihren ersten eigenen Song „Das Wetter wechselt immerzu“ aufführten, war ein noch recht simpler Prototyp ohne viel Raumtiefe und vor allem aus einem silbern und teilweise bläulich und gold glitzernden Hintergrund mit passender Spielleiste bestehend. Mithilfe der Bluebox fuhr die Band mit einem schablonenhaften Aufzug in ihrem „Fahrstuhlsong“ aus Folge 3: „Mal oben, mal unten“ vor diesem Hintergrund auf und ab.
Seit der ersten im Studio Hamburg produzierten Staffel wurde bis 1983 die ikonische Kulisse von Szenenbilder George Mühleisen verwendet, welche wohl als die klassische Show-Deko schlechthin im Gedächtnis der Fans der ersten Stunde blieb. Sie hat durch ihren rampenartigen Aufbau mit den rosa bis dunkelrot schimmernden Bühnenbrüstungen auf verschiedenen Ebenen und Höhen mehr räumliche Tiefe. Außerdem heben sich diese unterschiedlich hohen Spielleisten genau wie die glamourös glitzernden Girlanden, Showvorhänge und Lichterketten sehr gut vor schwarzem Hintergrund ab. In dieser Varieté-artigen Dekoration wussten sich die Quietschbeus seit Folge 6: „Viele Wünsche“ als echte Showstars zu präsentieren.
In der 1984er und 1985er Dorfstaffel wurde eine erneut veränderte Showkulisse von Bernard Fontanges entworfen. Sie hat einen grundlegend ähnlichen Aufbau mit dem stufenartigen Bühnenelementen, die als Spielleisten auf verschiedenen Höhen fungieren und setzt auch die rötliche Farbgebung sowie den schwarzen Hintergrund fort. Die auffälligste Neuheit in dieser Kulisse ist die große, runde und aus mehreren Ringen bestehende Rückwand mit silbernen Sternen und orange-rotem Farbverlauf. Bei Bedarf können diese einzelnen Ring-Elemente auch während der Musikauftritte leuchten. Karl-Gustavs Schlagzeug ist oftmals prominent und mittig vor dieser Rückwand platziert. Ihren ersten Auftritt hat diese neue Show-Deko in der Episode Weibliche Sängerin zum Singen gesucht (049), in der sie ein wichtiger Handlungsort ist. Bereits im Jahr 1986 wurde die Kulisse durch den Quietschbeukeller ersetzt4), welcher bis zur letzten Runddorfstaffel Wohn- und Arbeitsort der Band blieb.
Alternative Versionen
In einzelnen Folgen der 1995er Magazinstaffel tritt Karl-Otto gemeinsam mit seinen Cousinen, den Quietschgirls, in einer Variante des Quietschbeukellers auf, die jedoch sehr viel kleiner als die Originalkulisse wirkt. Die ebenfalls mit Instrumenten behangenen weißen Mauersteinwände sind hier mit bunten Graffiti, u.a. einem „Quietschbeus“-Schriftzug, gestaltet und die Beleuchtung von bunten Effektlichtern geprägt.
Für die Version in der Spencer-Show, welche von 2004 bis 2016 im Heidepark Soltau zu sehen war, wurde die tatsächliche Originalkulisse samt Schlagzeug und weiteren originalen Requisiten wieder aufgebaut.
Spencers Studio
(siehe Hauptartikel)
Direkt nebenan befindet sich das stets etwas chaotische Fernsehstudio, in dem Spencer durch seine Sendung führt. So sind die Quietschbeus immer nah am zentralen Schauplatz der Serie und haben außerdem recht kurze und direkte Kommunikationswege zu ihrem Boss. Spencers Assistent Elvis ist hier ebenfalls meistens anzutreffen, welcher außerdem für die seit 1987 ebenfalls im Studio befindliche Videothek zuständig ist, sowie für das Einwohnermeldeamt.

