Max und Molly und die Buchstaben
„Max und Molly und die Buchstaben“ ist die 3. Folge der 1984 produzierten Max-und-Molly-Staffel.
Allgemeine Informationen
- Erstausstrahlung: 26. April 19851)
- Copyright-Angabe: NDR 1984
- Redaktion: Angelika Paetow und Winfried Debertin
Inhalt
(siehe Hauptartikel)
Weil bei Spencer neuerdings Buchstaben fehlen, geht es ihm richtig schlecht. Je mehr Buchstaben verschwinden, desto schlimmer wird es für ihn. Molli und Max wollen Spencer helfen und versuchen, den Buchstabendieb zu fangen.
Text: Sky - Länge: 30‘
Mitwirkende
Puppen/Puppenspieler
| Spencer | Joachim Hall |
| Elvis | Wilhelm Helmrich |
| Max | Sabine Steincke, Herbert Langemann |
| Molly | Maria Happel, Wilhelm Helmrich |
| Hampelix | Wilhelm Helmrich |
| Miss Ton | Maria Happel |
| Buchstabine | Sabine Steincke |
| Protzikowsky | Horst Lateika |
| Paletti | Herbert Langemann |
| Lexi | Joachim Hall |
| Poldi | unbekannt |
In dieser Max-und-Molly-Folge wurde Joachim Hall als Spencer nicht von Herbert Langemann, sondern von einer unbekannten Händespielerin assistiert.
Darsteller
| Bananenverkäuferin | Maria Happel |
| Werner P. Klein | Wilhelm Helmrich |
| Passantin mit Buchstabenkeksen | Sabine Steincke |
| Weitere Passantin | Gudrun Hermenau |
| Benta | unbekannt |
| Renate | unbekannt |
Kulissen
Zum dritten Mal findet die Rahmenhandlung in der leicht simplifizierten Nachbildung des Studios statt, wo Elvis erneut den Prototypen seiner Videothek verwaltet und Max und Molly ihr Bananobil parken. Als weitere unter Studio-Bedingungen gefilmte Kulisse wird wieder die Insel der Knubbels gezeigt.
Besonderheiten
Alles in allem ist diese Folge ausgemachter Schwachsinn pseudopädagogischen Müllfernsehens, über das selbst plietsche Vorschulkinder bereits ungläubig den Kopf schütteln dürften.
(buxtebrawler in der Online-Filmdatenbank, März 2020)
Kultiges
- Die Knubbels verfügen über Zauberkräfte, mit denen sie sich unsichtbar machen können bzw. sich zwischen verschiedenen Orten wie ihrer Insel und Spencers Studio hin und her beamen können.
- Elvis fungiert erneut als Videothekar und zeigt Trickfilme, die sich jeweils mit einem bestimmten Buchstaben beschäftigen und Beispiele dafür zeigen, welche Wörter sich mit ihnen bilden lassen.
- MacZahl wird von Protzikowsky erwähnt, er kommt aber erst in der 1987er Max-und-Molly-Staffel vor.3)
- Lexi wird in dieser Folge von Joachim Hall gesprochen.4) Auch Poldi wird von einem vertretenden Puppenspieler gesprochen, was besonders (negativ) auffällt, da kaum noch Ähnlichkeit zu der gewohnten Stimme von Friedrich Wollweber besteht. Regisseur Winfried Debertin habe Poldi nach eigener Angabe nicht gespielt oder gesprochen, sondern lediglich unmittelbar vor dem Take etwas an der Puppe demonstrieren wollen, weshalb es dazu ein Foto von ihm mit Poldi auf dem Arm gibt. Möglicherweise hat letztendlich die Puppenbetreuerin und Kamerafrau Gudrun Hermenau den Jungdrachen in dieser Szene gespielt, während er von einem unbekannten Mitwirkenden gesprochen wurde.
- In der Szene am Bahnhofsgleis hat Puppenspielerin Maria Happel einen Gastauftritt als Bananenverkäuferin. In dieser Szene wurde Molly vermutlich von ihrem Kollegen Wilhelm Helmrich gespielt und in einer Nachsynchronisation von Happel gesprochen.
- In einer weiteren am Buxtehuder St.-Petri-Platz gedrehten Szene haben außerdem die Puppenspieler Sabine Steincke und Wilhelm Helmrich Cameo-Auftritte. In ihren Gastrollen spendet Helmrich als Großveranstaltungsorganisator Walter P. Klein und Steincke als Passantin mit einer Packung Buchstabenkeksen dem Pinguin und dem Känguru Ersatzbuchstaben.
- Gudrun Hermenau tritt in mehreren Szenen als Statistin auf.
- Die Kinder und Jugendlichen auf dem Marktplatz sind teilweise mit den Hallo Spencer-Aufklebern vom NDR (1981) beschenkt worden und halten diese zum Teil in die Kamera oder haben sie auf ihre Kleidung geklebt.
- Zum Schluss wird mit dem Auftauchen der Buchstaben spendenden Mädchen Benta und Renate im Studio, die wegen Buchstabenmangels ebenfalls über Unwohlsein klagen, ein bisheriges Tabu gebrochen, denn erstmals betreten echte Menschen Spencers Studio.
- Bevor Elvis‘ Trickfilme über die Buchstaben P und S starten, ist jeweils wieder für einen ganz kurzen Augenblick „NDR Hamburg“ auf dem Bildschirm zu lesen. Diese kurzen Einspielerfilme wurden ursprünglich von der Redakteurin Annedore Voss für die Sesamstraße entwickelt.
- Ein ursprüngliches Drehbuch von Peter Podehl wurde nicht verwendet, sondern stark verändert.
- Der originale Vorspann von 1984 war ein Zusammenschnitt aus Szenen der ersten Max-und-Molly-Staffel mit einer neuen Titelmusik und wurde für die Wiederholung auf dem Pay-TV-Sender Premiere Junior durch den Knetmännchen-Vorspann von 1986 in einer bearbeiteten Fassung ersetzt. Zu Beginn des Vorspanns wurde ein eingeblendeter Hallo Spencer-Schriftzug eingefügt. Dieser bearbeitete Vorspann wurde auch in einigen anderen auf Junior wiederholten Folgen verwendet, sowie auf der DVD-Veröffentlichung von 2012.
Weitere Informationen
- Eine Wiederholung der Folge im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ist nach ihrer Erstausstrahlung im Jahr 1985 nicht bekannt, deshalb gehörte sie bis zu ihrer DVD-Veröffentlichung (2012) zu den selteneren „Hallo Spencer“-Folgen.
- Die Episode wurde genau wie Max und Molly und die Sonne (060) und Max und Molly und der Wassertropfen (061) am 30. November 2012 auf DVD veröffentlicht.9)
Pannen und Ungereimtheiten
- Wie kommen Max und Molly mit ihrem riesigen Bananobil immer ins Studio und wieder raus?
- Vor allem in Nahaufnahmen sieht man deutlich den unausgereiften Mechanismus der sich etwas asynchron bewegenden Augenlider der Molly-Puppe.
- Obwohl Max und Molly mit dem Bananobil von rechts nach links ins Studio durchs Bild fahren, kommen sie direkt danach wieder von rechts in Bild, obwohl sie nun von links kommen müssten. Elvis kommentiert das: „Und da sind sie nochmal!“
- Die Mädchen Benta und Renate haben in der letzten Szene sichtbare Ansteckmikrofone an ihren Klamotten.
Zitate
- Elvis: „Ich muss erst noch mein Alpha-Ärmchen bedienen. Klick! Hmm, hoch und rüber zu dem dunkel gähnenden Videoschacht!“; Spencer: „Hinein in die Kiste, los!“; Elvis: „Die Abspielköpfe lauern schon! Ja, und Film ab!“
- Spencer (zu Elvis): „Dann bananophonier ihnen doch mal, wenn ich so krank bin, kann ich doch nicht alles alleine machen!“
- Molly (zu den Knubbels): „Na, ich weiß nicht! Ihr macht hier rum und feiert, und Spencer wird krank und kränker!“
Weiterführende Artikel
- Infos zu den Puppen der "Max-und-Molly"-Folgen
- Infos zu den Kulissen der "Max-und-Molly"-Folgen
- Alle Folgen im Überblick
- vorherige Episode: Max und Molly und der Wassertropfen
- nächste Episode: Spencer präsentiert: Das tapfere Schneiderlein
Weblinks
- "Max & Molly - unfrisiert" - Allererste handschriftliche Aufzeichnungen zur Folge von Peter Podehl auf peterpodehl.com10)
